Zähflüssig, aber doch

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Gute Nachrichten aus Panamà: Der Status der Indigenen wird aufgewertet. Es kann ein Durchbruch sein, wenn auf nationaler Ebene konkrete Taten gesetzt werden.

Die Formulierungen sind diplomatisch-zurückhaltend und klingen bürokratisch. Doch die Schaffung einer Arbeitsgruppe, in der die indigenen Völker das Sagen haben, muss als Meilenstein betrachtet werden. Nicht nur, weil es die Indigenen sind, die zumindest vier Fünftel der Biodiversität seit jeher bewahren.

Erstmals haben sie auf der supranationalen Ebene die Möglichkeit, mitzureden und Prozesse auf der UN-Ebene direkt zu beeinflussen. Außerdem sind sie für die Finanzierung von Biodiversitäts-Maßnahmen ein direkter Ansprechpartner.

Seit 33 Jahren gibt es die Biodiversitäts-Konvention, erstmals haben nun jene ein Mitspracherecht, die am stärksten davon betroffen sind, denen aber bisher lediglich ein Platz am Rande des Geschehens eingeräumt worden ist. Das ist die gute Nachricht.

Euphorie wäre aber dennoch verfrüht. Denn der Artenschwund schreitet deutlich schneller voran als die Beschlüsse von UN-Konferenzen. Die Situation beschleunigt, verschlimmert sich durch die klimatischen Veränderungen.

Die Verhandlungen auf UN-Ebene sind zähflüssig, keine Frage. Aber die besondere Qualität macht aus, dass diese Beschlüsse einstimmig gefasst werden müssen. Das gibt den auf UN-Ebene gefassten Entschlüssen eine andere Tragweite.

Und bei der Artenvielfalt spielt das Verhalten der USA eine weniger entscheidende Rolle, zumal die claims klar abgesteckt sind: Die USA sind der Biodiversitäts-Konvention nie beigetreten – anders als dem Pariser Abkommen 2015.


Mehr: 

news1155-link: Durchbruch nach 33 Jahren

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