Elf Tage mehr mit extremer Hitze

(c) pixabay

Im Durchschnitt hat die Erhöhung der globalen Mitteltemperatur weltweit zu einem Plus von elf Tagen extremer Hitze geführt, so eine Studie von „World Weather Attribution“.

2015, auf der Klimakonferenz in Paris, waren die Signale schon eindeutig: Die globale Durchschnittstemperatur lag um 0,97 Grad Celsius über dem Niveau der vor-industriellen Emissionen (1850 bis 1900). In den Jahren seither ist die Durchschnittstemperatur weiter um 0,3 Grad gestiegen. Das führt im globalen Durchschnitt zu einem Plus von elf Tagen extremer Hitze.

Das ist der Ausgangspunkt des Berichts („Zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen: Die Gegenwart und Zukunft der extremen Hitze“), den das internationale Rote Kreuz und der Rote Halbmond (IFRC), Climate Action und World Weather Attribution (Londoner Imperial College) erstellt haben. Die bisher vorliegenden Ankündigungen bewirken (sofern sie auch tatsächlich zur Realität werden), dass die globale Mitteltemperatur im Jahr 2100 um 2,6 Grad höher liegt als in den vor-industriellen Jahrzehnten (1850 bis 1900). Ohne das Pariser Abkommen wäre 2100 mit einem Temperatur-Anstieg um vier Grad zu rechnen gewesen.

2,6 Grad-Welt hat 57 Extremtage mehr

„In einer 2,6 Grad-Welt wird die Zahl der Extrem-Hitzetage um 57 steigen (gegnüber 2025). Ein Plus von vier Grad könnte 114 Hitze-Tage mehr bedeuten.“ Dis bisherige Entwicklung ist eindeutig: Ohne den durch Menschen verursachten Klimawandel wären drei von sechs Hitzewellen nahezu unmöglich gewesen. Und zwei von ihnen sind heute zehnmal mehr wahrscheinlich als vor zehn Jahren – im Jahr des Pariser Abkommens.

Seit 2015 habe die Dichte der Warnsysteme und Aktionspläne zugenommen, um die Folgen des „Silent Killer“, der Hitze zu mildern. Warnsysteme und Pläne sind aber immer noch ungenügend. Insbesondere auf der lokalen Ebene fehlen dazu die Mittel.

Um als extreme Hitzeperiode eingestuft zu werden, ist das Erfüllen/Erreichen einiger Kriterien notwendig: So muss es sich um für die betroffene Region außergewöhnlich hohe Temperaturen handel, die drei Tage oder länger anhalten und zumindest zehn Todesfälle verursachen oder grobe Einwirkungen auf kritische Sektoren (Energie, Verkehr, Produktion) haben. Und außerdem muss eines der folgenden drei Parameter erfüllt sein:

  • Die Hitze muss während der ersten drei bis sechs Wochen der warmen Jahreszeit auftreten oder 
  • die Hitze tritt in einem dicht besiedelten Gebiet auf oder
  • die Hitze tritt in einer besonders fragilen Region und mit einem Mangel an Möglichkeiten auf, mit der die Auswirkung der Hitzewelle gemildert werden kann.

Jagan Chapagain, Generalsekretär von IFRC Secretary-General: „Wir müssen unsere Aufmerksamkeit auf den ,Silent Killer’ des Klimawandels richten.“


Mehr:

Web-Link Ten Years of the Paris Agreement: The Present and Future of Extreme Heat

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