Fast drei Millionen Tonnen Fisch werden konsumiert. Fast jeder zweite Fisch kommt aus Auqakulturen.
Es gibt auch gute Nachrichten: Der Druck auf Fischarten geht zurück. Die Welternährungs-Organisation (FAO) ist im neuesten Bericht über die Fischerei im Mittelmeer und im Schwarzen Meer optimistisch.Überfischung wird zurückgedrängt.
Heute sind nur noch halb so viele Fischbestände überfischt und gefährdet als vor zehn Jahren – und das bei einem Verbrauch, der nicht geringer geworden ist. Insgesamt werden derzeit jährlich 2,06 Millionen Tonnen Fisch aus der Region verzehrt; 45 Prozent davon stammen bereits aus Aquakulturen.
Fakten und Erkenntnisse
Durch die Verlagerung der Fischerei auf die Küstenbereiche ist es möglich geworden, dass sich die Fischbestände im Meer ehaben erholen können. Zwischen 2013 und 2023 ist die Fisch-Mortalität stark zurückgegangen, die Biomasse der 120 Fisch-Arten, die untersucht worden sind, hat um ein Viertel zugenommen. Die FAO führt das auf Managementpläne zurück, die auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauen.
Seit 2013 wurden 18 Forschungsprogramme gestartet; gleichzeitig wurden elf Gebiete abgesteckt, in denen ein Fischerei-Verbot verhängt wurde. Und es wurden elf Management-Pläne erstellt und umgesetzt.
„Es geht in die richtige Richtung“
„Die Bestände sind noch nicht dort, wo wir uns das wünschen,“ sagt Manuel Barange, Direktor für den Bereich Fischerei und Aquakultur in der FAO, die eine Unterorganisation der Vereinten Nationen ist. „Aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung.“ Barange streicht auch Bedeutung der Aquakulur heraus, die einen beträchtlichen Beitrag zur Ernährung liefern kann, „wenn sie richtig gemacht wird.“
Allerdings: Die Fischerei befindet sich auf einem Weg, ist aber noch nicht in der Nähe des Ziels. Überfischung ist nach wie vor ein Problem für 52 Prozent der Arten; vor zehn Jahren waren es noch 87%. Und: Um den Bedarf 2050 decken zu können, sei eine Steigerung um 19 bis 29% notwendig, glaubt die FAO.
1,17 Millionen Jobs
Der Ertrag bei Süßwasser-Fischen liegt bei etwa einer Million Tonnen pro Jahr. Mit der Fischerei insgesamt werden mehr als neun Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. In Aquakultur und Meeres-Fischerei sind 1,17 Millionen Menschen beschäftigt.
95,5 % der Fische gehen in acht Ländern ins Netz, die größten Fangquoten (bzw. Erträge aus Fischkulturen) gibt es in drei Ländern Türkei (400 000 Tonnen), Ägypten (147 000 t) und Griechenland (139 000 t).
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Web-Link The State of Mediterranean and Black Sea Fisheries 2025

















