Ein Flüssigkeits-Leck unterbricht die Probebohrungen im Atlantik vor der brasilianischen Küste – etwa 500 Kilometer nordöstlich der Amazonas-Mündung.
Die Bohrarbeiten im Atlantik vor der Küste brasilianischen Bundesstaat Amapá werden durch eine Havarie unterbrochen. Der brasilianische Ölmulti Petrobras hat am vergangenen Sonntag dem brasilianischen Institut für Umwelt und erneuebare natürliche Ressourcen (IBAMA) eine Meldung über einen Zwischenfall. Demnach sollen eine Bohrflüssigkeit ausgetreten sein.
Der Bericht des Ölkonzerns wurde an die Ibama über das nationale Notfallsystem (Siema) übermittelt. Der Meldung zufolge soll in zwei Hilfsleitungen ein Druckabfall festgestellt worden sein. In der Folge wurde der Austritt der Flüssigkeit ins Meer festgestellt.
15 Kubikmeter ausgetreten
Die betroffenen Leitungen an der Oberfläche wurden isoliert und das Bodenventil geschlossen. Insgesamt, so Petrobras, seien 15 Kubikmeter dieser Flüssigkeit ausgetreten. Der Vorfall habe sich am Sonntag ereignet. Es hieß weiter, dass die ausgetretene Flüssigkeit organisch abbaubar sei und somit keine Gefahr für eine Umweltbeeinträchtigung bestehe.
Petrobras äußerte sich nicht dazu, wann die Probebohrung fortgesetzt werde. Insgesamt sind sie auf eine Zeit von fünf Monaten anberaumt.
Nach jahrelangen Verhandlungen, im Zuge derer das Projekt auch geändert worden ist, hat die IBAMA im vergangenen Spätherbst ein behördliches grünes Licht für den Start des Probelaufs bekommen. Dies erfolgt nur wenige Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz in Belém.
Die Suche nach Öl und Gas vor der Küste hat scharfe Proteste von Umweltorganisationen ausgelöst. Die Bohrerlaubnis für den staatseigenen Konzern ist die erste Genehmigung, wird aber wohl nicht die einzige sein, zumal zahlreiche weitere Explorationszonen in der gleichen Region ausgeschrieben sind.
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