Geld für E-Autos, Kritik für Minister

(c) Pixabay

Mit bis zu 6000 Euro Zuschuss soll der Kauf eines E_Auto in Deutschland unterstützt werden. Heftige Kritik daran gibt es von der Umweltseite.

Das Geld, das die deutsche Bundesregierung für diese Förderung eingeplant hat, reicht für 800.000 Elektro-Autos und schlägt im Bundesbundesgebiet mit insgesamt drei Milliarden Euro zu Buche (bis 2029).

Die Förderung kann auch rückwirkend beantragt werden; ausschlaggebend ist das Datum der Zulassung. Förderungswürdig sind Fahrzeuge, die im Jahr 2026 erstmals zugelassen worden sind bzw. werden.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Wir wollen mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt tun, für unsere europäische Automobilindustrie und für die Haushalte, die sich ohne Unterstützung noch kein Elektroauto leisten konnten.“

Gestaffelte Zuschüsse

Die Förderung ist nach Einkommen gestaffelt. Die Obergrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushalts-Jahreseinkommen. Leben Kinder im Haushalt, dann erhöht sich die Obergrenze; Menshcne mit geringeren Einkommen bekommen eine höhere Förderung.

Förderungswürdig sind auch Plug In- Hybridfahrzeuge. Unterstützt werden Kauf oder Leasing, aber kein Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs. Plug-In und Range-Extender sind nur förderfähig, wenn sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und eine elektrische Reichweite von zumindest 80 Kilometern haben.

Plug-In-Check im Juli 2027

Schneider: „Im vergangenen Jahr waren etwa 80 Prozent der bei uns neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion. Auch die Top-Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle zeigen, wie stark die deutsche Autoindustrie ist. In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen.“

Ab Juli 2027 wird eine Umstellung der Förderung für danach neu zugelassene Plug-in-Hybride geprüft, die sich an den CO2-Emissionen im realen Betrieb orientiert. Und: Alle geförderten Fahrzeuge müssen mindestens 36 Monate gehalten werden.

In einer der Präsentationen dieser Grundsatz-Einigung der Koalition meinte der SPD-Politiker, E-Autos seien „richtig geil“. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe findet das nicht. „Wieder bringt die Bundesregierung ein milliardenschweres Hilfsprogramm für die Autohersteller und auf Kosten der Steuerzahler auf den Weg.“

„Fünfmal mehr CO2

„Einen Beitrag zum klima- und industriepolitisch dringend erforderlichen Hochlauf der Elektromobilität leistet die Bundesregierung mit diesem Programm nicht, da sie Verbrenner-Hybride mit hohem CO2-Ausstoß ebenfalls einbezieht. Gefördert werden Plug-In-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender, die offiziell mit bis zu 60 g CO₂/km angegeben sind, obwohl die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass diese Werte irreführend sind. Plug-In-Hybride stoßen in der Praxis bis zu fünfmal mehr CO₂ aus. Während die Bundesregierung energieintensive Industrien beim Strompreis subventioniert, zahlen E-Auto-Fahrer bis zu 89 Cent pro Kilowattstunde Strom. Trotz milliardenschwerer Förderung lässt die Bundesregierung weiter eine wirksame Klimaschutzpolitik im Verkehrssektor vermissen.“

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