Erneuerbare Energien sind auf einer Rekordjagd. Trotzdem bleiben die Regierungen zurückhaltend. Dies zeigt eine Analyse des britischen Energie-Think-Tanks „Ember“.
Kurz vor dem Start der Klimakonferenz in Belém veröffentlicht der britische Energie-Think Tank „Ember“ eine Analyse, die Optimismus nährt: Es fehlt vergleichsweise nur noch wenig Kapazität-Zuwachs, um bis 2030 die Verdreifachung von Erneuerbaren Energien zu erreichen.
Die Regierungen scheinen diesem Boom, der von Photovoltaik getrieben wird – allerdings mit einer gewissen Zurückhaltung gegenüber zu stehen: Denn die Ziele der einzelnen Länder setzen nur auf eine Verdoppelung der Erneuerbaren.
2022 haben die Erneuerbaren um 66% zugelegt, 2023 dann um 22% und 2025 um 11% – die Zahlen für dieses Jahr setzen sich zusammen aus der tatsächlichen Produktion der Erneuerbaren bis September und einer Hochrechnung für das vierte Quartal.
Jährlich Zuwachs um ein Achtel
Um das Ziel der Verdreifachung zu erreichen, sind zwischen 2026 und 2030 im Jahresschnitt jeweils ein Plus von 12% zu erreichen. Obgleich das Ziel in Griffnähe scheint – problemlos ist es nicht. Denn der Ausbau der Stromnetze hinkt nach, außerdem könnten sich Großanlagen (Wasserkraft, Windparks) verzögern. Die Internationale Energie-Agentur in Paris sieht für das Erreichen des Verdreifachungs-Ziels eine Lücke von 15%.
Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von China – bei Photovoltaik und Windkraft zu mehr als zwei Drittel. China hat ein Erneuerbaren-Ziel von 3240 Gigawatt (GW), wobei Ende 2024 bereits 1814 GW erreicht worden sind. Die EU hat sich ein Ziel von 1236 GW gesetzt und liegt derzeit bei 703 GW.
Die Daten stammen aus 98 Ländern und der EU. In diesen Ländern sind 97 % der erneuerbaren Ressourcen installiert.

















